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Angebote des KJR » Schwerpunkt Jugendbeteiligung/-politik » Blog » PartizipAction! 3.0 – das landesweite Forum der kommunalen Kinder- und Jugendvertretungen

PartizipAction! 3.0 – das landesweite Forum der kommunalen Kinder- und Jugendvertretungen |

Ein ganzes Wochenende im Zeichen der Kinder- und Jugendbeteiligung: 42 Mitglieder von insgesamt 12 ehrenamtlich arbeitenden kommunalen Kinder- und Jugendvertetungen aus Schleswig-Holstein einschließlich der Gäste aus Gremien in Brandenburg und Baden-Württemberg trafen sich vom 24.-26. September im Jugendgästehaus Lütjensee zu ihrem dritten schleswig-holsteinischen Forum.
Der Austausch und die Vernetzung untereinander sowie der Erwerb von Handwerkszeug für die tägliche Arbeit vor Ort standen dabei im Vordergrund.
Eingeleitet wurde das Wochenende durch Besuch aus dem Sozialministerium. Staatssekretärin Frau Dr. Bonde stellte sich den Fragen der Jugendlichen zum Thema Beteiligung. Dies sahen sie als wichtiges Zeichen für den Stellenwert der Kinder- und Jugendbeteiligung im Land. Nach ausgiebigem Kennenlernen am Abend starteten die Jugendlichen am Samstag Morgen hoch motiviert in sechs unterschiedliche Workshops. Parallel zu dem Programm der Jugendlichen trafen sich Fachkräfte, viele von ihnen aus dem Kreis Stormarn, zu ihrer Tagung rund um Kinder- und Jugendbeteiligung. Wie unterstützt oder gründet man einen Kinder- und Jugendbeirat? Und wann ist dieser legitimiert, Entscheidungen zu treffen? Das waren Fragen, mit denen die Erwachsenen sich beschäftigten.
Um Gesprächsführung im politischen Diskurs ging es im Workshop „Jugendliche fragen –Politiker/-innen antworten nicht!“. „Die Beteiligung und Aktivierung des Wahlvolkes“, auch ein Dauerthema der Gremien, die selbst größtenteils von anderen Kindern und Jugendlichen gewählt werden, konnte in einem weiteren Workshop entwickelt und durchgespielt werden. „Gelungene Veranstaltungen als Beteiligungsmotor –gutes Management, gute Verantstaltungstechnik“ konnten die Teilnehmenden anhand des Abends statt findenden Live-Konzerts der Stormarner Schülerband Dezibel 45 erlernen. Den Aufbau sowie die Bedienung der Technik für den Auftritt managten die Jugendlichen unter fachkundiger Anleitung selbst. „Die Finanzierung von Projekten“ ermöglichte den Erwerb neuer Strategien zur Gewinnung von Geldern. Im Workshop „Lampenfieber – na und?!“ wurden Tricks eingeübt, dem Pudding in den Beinen und dem Zittern in der Stimme beim Sprechen vor Gruppen beizukommen. „Erleben und lernen“ konnte, wer erlebnispädagogische Methoden ausprobieren wollte. Dieses Team bereitete einen „Teamwork-Contest“ für alle vor, der nach Einbruch der Dunkelheit startete. Vier spannende Stationen mit unterschiedlichen Aufgaben galt es mit der eigenen Kleingruppe zu finden und zu durchlaufen. Ob am eigens hierfür entzündeten Lagerfeuer oder auf der Wiese, alle hatten sichtlich Spaß bei den von den Workshop-Jugendlichen betreuten Aufgaben. Sogar eine Urkunde wurde zum Schluss verliehen. Endlich wieder im Warmen angekommen, empfing die Band Dezibel 45 die Heimgekehrten mit Gitarrenklängen und eigenen sowie gecoverten Songs. Zu dritt rockten die drei Stormarner Schüler den Keller des Gästehauses, wobei auch im Publikum getanzt wurde. Auch nach dem Gig wurde noch weiter gefeiert, während an anderen Stellen im Haus bis spät in die Nacht angeregt diskutiert wurde. Am Sonntag hatten alle die Gelegenheit, im sogenannten „Open Space“ als Ideenschmiede eigene Themen zur Diskussion zu stellen und gemeinsam mit anderen Interessierten zu entwickeln. So wurde beispielsweise die Idee eines Landesjugendrates aufgegriffen und weiter voran getrieben. Erschöpft, aber glücklich traten am Nachmittag die über vierzig Jugendlichen die Heimreise an, im Gepäck einen bunten Strauss von Eindrücken, neuem Wissen, Plänen für ihre zukünftige Arbeit und der Hoffnung, sich spätestens im nächsten Jahr wieder zu treffen. Denn: nach PartizipAction! ist vor PartizipAction!


Stichworte: Jugendpolitik, Beteiligung, Jugendgästehaus, Jugendmedienschutz, Jugendarbeit und Schule, Räume, Politische Bildung, Jugendkultur, Kinderfreundlichkeit